Was sind Stromgestehungskosten?

Stromgestehungskosten setzen die Kosten einer Anlage ins Verhältnis zu der Energiemenge, die sie über den betrachteten Zeitraum erzeugt. Für eine PV-Anlage bedeutet das: Investition und laufende Kosten werden durch die erwartete Solarstromproduktion geteilt.

Warum Degradation berücksichtigt wird

Module liefern langfristig nicht in jedem Jahr exakt dieselbe Energiemenge. Mit einer frei einstellbaren jährlichen Degradation kann der Rechner deshalb den Ertrag jedes Folgejahres reduzieren, ohne eine bestimmte Modulgarantie pauschal auf alle Anlagen zu übertragen.

Was der Diskontsatz verändert

Ein Euro oder eine Kilowattstunde in vielen Jahren wird bei einer Barwertbetrachtung anders gewichtet als heute. Deshalb diskontiert die Hauptrechnung sowohl zukünftige Betriebskosten als auch zukünftige Strommengen. Wer nur eine einfache statische Rechnung möchte, kann den Diskontsatz auf 0 Prozent setzen.

Stromgestehungskosten sind nicht gleich Ersparnis

Ein niedriger Wert in ct/kWh bedeutet nicht automatisch dieselbe Ersparnis. Für die Wirtschaftlichkeit ist zusätzlich entscheidend, welcher Anteil des Solarstroms den Netzbezug ersetzt und welcher Anteil eingespeist wird. Deshalb sollten LCOE, Eigenverbrauch und EEG-Vergütung getrennt betrachtet werden.